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 Liebe Leserin, lieber Leser,
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) ist ein gemeinnütziger Think-Tank für Generationengerechtigkeit. Sie setzt sich dafür ein, dass nachrückende Generationen mindestens die gleichen Chancen auf Bedürfnisbefriedigung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht bekommen wie ihre Vorgänger-Generationen. Hierfür betreibt die Stiftung Forschung in den Bereichen Politikwissenschaft, Ethik und Rechtswissenschaften. Außerdem gibt die Stiftung das Journal für Generationengerechtigkeit (JfGG) heraus. Diese vierteljährlich erscheinende Zeitschrift gibt dem Leser einen Überblick über die aktuelle Forschung. Mehr...
 
Symposium zur Verleihung des 2. Demografie-Preises

Verleihung des 2. Demografie-Preises in Berlin

ImageAm 5. März 2010 wird zwischen 13:30 und 18:00 Uhr der 2. Demografie-Preis zum Thema „Wie können Chancen für junge Menschen in schrumpfenden Regionen aktiviert werden?“ im Rahmen eines Symposiums in Berlin verliehen. Das Symposium wird in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei Brandenburg organisiert und wird in der Landesvertretung Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin stattfinden. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Preisträger ihre Arbeiten vorstellen, im Anschluss wird eine Diskussion zu den Möglichkeiten Jugendlicher in Zeiten demographischer Schrumpfung stattfinden. Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist für Interessierte möglich. Wir laden daher alle Förderer und Unterstützer der SRzG ein, daran teilzunehmen. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung für die Veranstaltung jedoch nötig.
Weitere Informationen finden sie hier.

 
Neue Studie der SRzG

ImageNeue Studie der SRzG: Der Begriff ‚Generationengerechtigkeit’ erobert die politische Arena und die Medien
Im Jahr 2000 prognostizierte der Trendforscher Opaschowski, dass ‚Generationengerechtigkeit’ in den nächsten Jahren das Schlüsselwort unserer Gesellschaft werden wird. Aber ist der Begriff ‚Generationengerechtigkeit’ wirklich dabei, die politische Agenda zu erobern? Da empirische Daten hierzu bisher fehlten, hat die SRzG eine Studie über die Verwendung des Begriffs ‚Generationengerechtigkeit’ in der Öffentlichkeit und in Plenardebatten des Deutschen Bundestags in den letzten Jahren durchgeführt. Dazu wurden quantitative und qualitative Analysen der Begriffsverwendung in ausgewählten Qualitätszeitungen und den Plenarprotokollen des Deutschen Bundestags durchgeführt.

Als Ergebnis zeigt sich erstens, dass ‚Generationengerechtigkeit’ tatsächlich in den letzten zehn Jahren im politischen sowie gesellschaftlichen Sprachgebrauch einen festen Platz erhalten hat. Die quantitative Zeitungsauswertung zeigt, dass die Zahl der Nennungen des Begriffs ‚Generationengerechtigkeit’ über die Jahre hinweg schwankt. Außerdem verwenden einige Zeitungen den Begriff deutlich häufiger als andere.

Die Analyse der Plenarprotokolle ergab, dass die Parteien den Begriff unterschiedlich oft und in verschiedenen Kontexten erwähnen. Im Bundestag wurde der Begriff vor allem im Zusammenhang mit der Finanzpolitik, der Rentenpolitik und der Aufnahme eines Staatsziels ‚Generationengerechtigkeit’ ins Grundgesetz gebraucht. Bereinigt um die unterschiedlichen Redezeiten (‚Berliner Stunde’) verwendete in den letzten drei Jahren die CDU mit 31 Prozent aller Nennungen den Begriff am häufigsten, vor der SPD (23 Prozent), den Grünen (20 Prozent), der Linken (15 Prozent) und der FDP (11 Prozent). Dabei verwendeten alle Parteien außer der Linken den Begriff in zustimmender Weise. Zur Studie...

 
Die Krise ist noch nicht vorbei, aber die größten Verlierer stehen schon fest
20090911_pmDie Politik hat in der Krise, auch wahlkampfbedingt, schnell gehandelt. In vielen Fällen hat Sie in den Markt oder das Sozialsystem eingegriffen, um bedrängten Wählern zur Hilfe zu eilen. So wurde Opel nach lauten Forderungen aus der Belegschaft mit einer Staatsbürgschaft versorgt und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz beeilte sich, den Rentnern zu versichern, dass sie auch dann keinen Cent Rente verlieren würden, wenn der Rest der Gesellschaft sich auf Lohnrückgänge einstellen muss.
Nur eine Gruppe wurde hierbei offensichtlich vergessen: die junge Generation der Berufseinsteiger zwischen 18 und 25 Jahren. Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht eindrucksvoll hervor, dass junge Arbeitnehmer die größten Verlierer der Krise sind.

Link zu Pressemitteilungen.
 
5. Generationengerechtigkeits-Preis 2009/2010
plakart5. Generationengerechtigkeits-Preises 2009/2010: “Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der Parteiendemokratie
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen vergibt zweijährlich einen Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 €. Die SRzG fördert damit interdisziplinär wissenschaftliche Arbeiten zu ausgewählten Fragestellungen innerhalb des Themas Generationengerechtigkeit. Die Kernfrage beim 5. Generationen- gerechtigkeitspreis lautet, wie eine sachorientierte Kooperation der Parteien gefördert, und eine „Opposition um der Opposition willen“ eingedämmt werden kann. Hintergrund ist, dass es gerade im besonders komplexen deutschen System der Entscheidungsfindung, mit seinen föderalen Elementen und seinem Verhältniswahlrecht, oft zu Einigungen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner und zu ‚faulen Kompromissen’ kommt, wie etwa jüngst bei der Aufgabe von Klimaschutzzielen. Weitere Informationen finden Sie in der Sektion Preise .

 

 
Intergenerational Justice Review 3/2009

ImageAktuelle Ausgabe

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen präsentiert
eine neue Ausgabe des Journals für Generationengerchtigkeit:
 
 Journal für Generationengerechtigkeit 3/2009:
"Klimawandel und Generationengerechtigkeit"


Die neue, begutachtete Ausgabe des Journals für Generationengerechtigkeit ist bisher nur auf englisch auf der SRzG-Webseite abrufbar (www.intergenerationaljustice.org > IGJR). Die deutsche Übersetzung wird in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein.

Zum deutschen Portal der Zeitschrift geht es hier.

 
Demografiepreis 2008/2009

demography klein

  2. Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler

„Wie können Chancen für junge Menschen in schrumpfenden Regionen aktiviert werden?“

Das Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz) vergibt zweijährlich den Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler in Höhe von 10.000 Euro. Der Einsendeschluss für alle Beiträge war der 1. September 2009. Auch die zweite Ausgabe des Preises, 2008/2009, zeichnet sich durch qualitativ hochwertige Beiträge aus: Zehn Einsendungen von insgesamt 17 europäischen Autoren nahmen an der Endrunde des Wettbewerbs teil. Bemerkenswert ist auch, dass die Autoren aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen kommen: Ethnologie, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Kulturmanagement, Volkswirtschaftslehre, Psychologie, Sozialpädagogik, Philosophie, Journalistik, Geographie und Betriebswirtschaftslehre. Damit spiegelt die Vielfalt der Teilnehmer auch die interdisziplinäre Bedeutung des Themenfeldes wider. Dabei weisen die einzelnen Beiträge neben ihrer allgemeinen Qualität auch neue, innovative Denkansätze und fächerübergreifende Forschungsdesigns auf.

Kürzlich hat die Jury aus den eingegangenen Arbeiten nun drei Gewinnerarbeiten prämiert. 

Den ersten Platz teilen sich die folgenden beiden Arbeiten:

“Möglichkeiten und Chancen junger Menschen in schrumpfenden Städten” von Felix Kroh und "Verschwend´ nicht deine Jugend" von Karsten Bär, Anja Erdmann und Corinna Hamann.

Einen Sonderpreis erhielt die Arbeit "Zachte G: a modern approach towards building networks for young people in a shrinking region“ von Maya Rocak und Maurice Hermans.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und eingeladen, ihre Beiträge im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zu präsentieren.

Eine vertiefende Einführung in das Thema können Sie hier finden.

 
Bundestagsstudie zur Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt
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Bundestagsstudie zur Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt

Anknüpfend an den 4. Generationengerechtigkeits- Preis zum Thema „Generation P“ – Ungleichbehandlung von Jung und Alt in der Arbeitswelt" und das SRzG Symposiums 2008 zur „Flexibilisierung der 'rush hour' des Lebens“, hat die SRzG am 02. März 2009 eine empirische Studie mit den 612 Abgeordneten des 16. Bundestages begonnen. Der Fragebogen zu „Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt“ erhebt das Problembewusstsein der Abgeordneten zu dem Thema und untersucht, welche gesetzlichen Maßnahmen sie zur Verbesserung der Situation unterstützen würden. Weitere Informationen zu der Studie finden Sie hier.
 
In Kürze erscheinender Sammelband
ImageIN KÜRZE ERSCHEINENDER SAMMELBAND

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen stellt einen neuen Sammelband vor:

Eine junge Generation unter Druck?
Die finanzielle Situation und die “Rush Hour” der Jahrgänge 1970-1985 im Generationenvergleich

Der in Kürze erscheinender Sammelband richtet sich an Wissenschaftler, Politiker und die interessierte Öffentlichkeit. Veröffentlicht werden wird das Buch im Springer Verlag, einem der größten europäischen Verleger im Bereich Wissenschaft (www.springer.com). Die Endredaktion und die Formatierung des Manuskripts erfolgt durch den Verlag, die Rechtschreibeprüfung erfolgt durch einen Muttersprachler. Darüber hinaus wird der Springer Verlag das Buch umfassend bewerben. Mehr...

 
Schuldenbremse verabschiedet
schuldenbremse__bildIm Frühjahr 2009 beschlossen Bundestag und Bundesrat mit der nötigen Zweidrittelmehrheit, eine Schuldenbremse im Grundgesetz zu verankern. Der Finanzminister nannte dies „eine historische Entscheidung für Generationengerechtigkeit“. Für den Bund gilt ab 2016 eine Verschuldungsgrenze von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das entspricht derzeit rund neun Milliarden Euro (zum Vergleich: die Neuverschuldung im Krisenjahr 2010 wird nach offiziellen Schätzungen rund 90 Mrd. Euro betragen). Ausnahmen sollen in Notlagen zwar auch nach der neuen Regelung möglich sein, jedoch nur in Verbindung mit verbindlichen Tilgungsplänen. Mehr...
 
Antrag auf Grundgesetzänderung

Image Generationengerechtigkeit im Grundgesetz
Die institutionelle Verankerung von Generationengerechtigkeit, eine der Hauptforderungen der SRzG, wurde im 16. Deutschen Bundestag nicht mehr umgesetzt. Mit der Auflösung des Bundestags im Sommer 2009 trat das Diskontinuitätsprinzip in Kraft: Alle nicht verabschiedeten Anträge verfielen, folglich auch der Antrag von 104 Abgeordneten auf eine Verankerung von Generationengerechtigkeit im Grundgesetz durch Einführung einer Generalklausel (Art. 20b neu) und eine Verschärfung von Art. 109 in der Finanzverfassung, um das Schuldenmachen zu erschweren. Die Stiftung bedauert, dass sich die Antragsteller - vor allem jüngere Abgeordnete aus allen Parteien außer der Linken - nicht vollständig durchsetzen konnten. Allerdings ist der zweite Teil des Antrags - die Reform der Finanzverfassung - verwirklicht worden, wenn auch von anderen Personen und mit einem anderen Hintergrund. Die neue Schuldenbremse begrenzt Verschuldung weit stärker als es der umformulierte Artikel 109 vermocht hätte.

Die Chronik der Kampagne "Generationengerechtigkeit im Grundgesetz" ist auf den Forschungsseiten der Stiftung nachzulesen.  Weiter...