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Newsletter zum Thema Generationengerechtigkeit - Dezember 2009
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INDEX:

1.) Wahlalter in Bremen auf 16 Jahre gesenkt

2.) Kampagne für Generationengerechtigkeit im Grundgesetz vorerst gescheitert

3.) Neue Studie der SRzG zur Verwendung des Begriffs Generationengerechtigkeit veröffentlicht

4.) Gewinner des 2. Demografie-Preises des idz bekannt gegeben

5.) Generationengerechtigkeits-Preis 2009/2010: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der Parteiendemokratie“ ausgeschrieben

6.) Neue Ausgabe des „Journal für Generationengerechtigkeit“: Rechte von Kindern und Jugendlichen – Schwerpunkt Wahlrecht erscheint auf Englisch

7.) Aufruf zur Einreichung von Artikeln: „Generationengerechtigkeit und die Geißel Krieg“

8.) Die SRzG beim Kopenhagener Klimagipfel vertreten

9.) Auftritte der SRzG und Erwähnungen in den Medien

10.) Zu guter Letzt…

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1.) WAHLALTER IN BREMEN AUF 16 JAHRE GESENKT

Das Ziel der SRzG ist eine generationengerechte und nachhaltige Gesellschaft auf demokratischen Grundsätzen. Ein elementarer demokratischer Grundsatz ist die Beachtung der Rechte und Interessen aller gesellschaftlichen Gruppen, die von Entscheidungen betroffen sind. Dazu gehören Kinder und Jugendliche. Ihre Bedürfnisse sehen wir jedoch in weiten Teilen nicht oder nicht in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Zum 20-jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2009 fällt schmerzhaft ins Auge, wie weit Anspruch und Realität auch in Deutschland noch auseinanderklaffen. Dies gilt vor allem für Beteiligungsrechte. In Artikel 12 der Kinderrechtskonvention heißt es: „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ Die starre Grenze des Wahlalters bei 18-Jahren wird diesem Anspruch nicht gerecht.
Nun wurde in einer historischen Entscheidung das Wahlalter in Bremen auf 16 Jahre gesenkt – dies ist das erste Mal in der langen Geschichte unseres Landes, dass 16-18jährige auf Landesebene an der Urne mitbestimmen dürfen. Die SRzG befürwortet zwar die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, hält diese Grenze jedoch für willkürlich gewählt und im Einzelfall ungerecht. Dem politisch interessierten 15jährigen, der sich seit Jahren im Umweltschutz einsetzt, wird weiterhin Unrecht getan. Die SRzG setzt sich daher für ein Wahlrecht durch Eintragung ein, das diese Nachteile nicht aufweist. Die Eintragungslösung ist überdies eine fantasievollere Lösung als eine immer weitere pauschale Absenkung des Wahlalters.
Die vollständige Pressemitteilung zum Wahlrecht durch Eintragung finden Sie unter www.srzg.de > Presse > Pressemiteilungen > Wahlrecht durch Eintragung.
Das Positionspapier der SRzG zu Kinderrechten finden Sie unter www.srzg.de > Publikationen > Positionspapiere

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2.) KAMPAGNE FÜR GENERATIONENGERECHTIGKEIT IM GRUNDGESETZ VOERST GESCHEITERT

Die institutionelle Verankerung von Generationengerechtigkeit, eine der Hauptforderungen der SRzG, wurde im 16. Deutschen Bundestag nicht mehr umgesetzt. Mit der Auflösung des Bundestags im Sommer 2009 trat das Diskontinuitätsprinzip in Kraft: Alle nicht verabschiedeten Anträge verfielen, folglich auch der Antrag von 104 Abgeordneten auf eine Verankerung von Generationengerechtigkeit im Grundgesetz durch Einführung einer Generalklausel (Art. 20b neu) und eine Verschärfung von Art. 109 in der Finanzverfassung, um das Schuldenmachen zu erschweren. Die Stiftung bedauert, dass sich die Antragsteller - vor allem jüngere Abgeordnete aus allen Parteien außer der Linken - nicht vollständig durchsetzen konnten. Allerdings ist der zweite Teil des Antrags - die Reform der Finanzverfassung - verwirklicht worden, wenn auch von anderen Personen und mit einem anderen Hintergrund. Die neue Schuldenbremse begrenzt Verschuldung weit stärker, als es der umformulierte Artikel 109 vermocht hätte. Die Chronik der Kampagne "Generationengerechtigkeit im Grundgesetz" ist auf den Forschungsseiten der Stiftung nachzulesen.
www.srzg.de > Forschung > Institutionalisierung von Generationengerechtigkeit

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3.) NEUE STUDIE DER SRZG ZUR VERWENDUNG DES BEGRIFFS GENERATIONENGERECHTIGKEIT VERÖFFENTLICHT

Im Jahr 2000 prognostizierte der Trendforscher Opaschowski, dass ‚Generationengerechtigkeit’ in den nächsten Jahren das Schlüsselwort unserer Gesellschaft werden wird. Aber ist der Begriff ‚Generationengerechtigkeit’ wirklich dabei, die politische Agenda zu erobern? Da empirische Daten hierzu bisher fehlten, hat die SRzG eine Studie über die Verwendung des Begriffs ‚Generationengerechtigkeit’ in der Öffentlichkeit und in Plenardebatten des Deutschen Bundestags in den letzten Jahren durchgeführt. Dazu wurden quantitative und qualitative Analysen der Begriffsverwendung in ausgewählten Qualitätszeitungen und den Plenarprotokollen des Deutschen Bundestags durchgeführt. Als Ergebnis zeigt sich erstens, dass ‚Generationengerechtigkeit’ tatsächlich in den letzten zehn Jahren im politischen sowie gesellschaftlichen Sprachgebrauch einen festen Platz erhalten hat. Die quantitative Zeitungsauswertung zeigt, dass die Zahl der Nennungen des Begriffs ‚Generationengerechtigkeit’ über die Jahre hinweg schwankt. Außerdem verwenden einige Zeitungen den Begriff deutlich häufiger als andere.
Die Analyse der Plenarprotokolle ergab, dass die Parteien den Begriff unterschiedlich oft und in verschiedenen Kontexten erwähnen. Im Bundestag wurde der Begriff vor allem im Zusammenhang mit der Finanzpolitik, der Rentenpolitik und der Aufnahme eines Staatsziels ‚Generationengerechtigkeit’ ins Grundgesetz gebraucht. Bereinigt um die unterschiedlichen Redezeiten (‚Berliner Stunde’) verwendete in den letzten drei Jahren die CDU mit 31 Prozent aller Nennungen den Begriff am häufigsten, vor der SPD (23 Prozent), den Grünen (20 Prozent), der Linken (15 Prozent) und der FDP (11 Prozent). Dabei verwendeten alle Parteien außer der Linken den Begriff in zustimmender Weise.
Die vollständige Studie finden Sie unter www.srzg.de > Publikationen > Artikel und Studien

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4.) GEWINNER DES 2. DEMOGRAFIE-PREISES DES IDZ BEKANNT GEGEBEN

Das Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz) vergibt zweijährlich den Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler in Höhe von 10.000 Euro. Der Einsendeschluss für alle Beiträge war der 1. September 2009. Auch die zweite Ausgabe des Preises, 2008/2009, zeichnet sich durch qualitativ hochwertige Beiträge aus: Zehn Einsendungen von insgesamt 17 europäischen Autoren nahmen an der Endrunde des Wettbewerbs teil. Bemerkenswert ist auch, dass die Autoren aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen kommen: Ethnologie, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Kulturmanagement, Volkswirtschaftslehre, Psychologie, Sozialpädagogik, Philosophie, Journalistik, Geographie und Betriebswirtschaftslehre. Damit spiegelt die Vielfalt der Teilnehmer auch die interdisziplinäre Bedeutung des Themenfeldes wider. Dabei weisen die einzelnen Beiträge neben ihrer allgemeinen Qualität auch neue, innovative Denkansätze und fächerübergreifende Forschungsdesigns auf. Kürzlich hat die Jury unter den eingegangenen Arbeiten nun drei Gewinnerarbeiten prämiert.
Den ersten Platz teilen sich die folgenden beiden Arbeiten:
“Möglichkeiten und Chancen junger Menschen in schrumpfenden Städten” von Felix Kroh und "Verschwend´ nicht deine Jugend" von Karsten Bär, Anja Erdmann und Corinna Hamann.
Einen Sonderpreis erhielt die Arbeit "Zachte G: a modern approach towards building networks for young people in a shrinking region“ von Maya Rocak und Maurice Hermans.
Die Gewinner werden eingeladen, ihre Beiträge im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums im Januar / Februar des kommenden Jahres zu präsentieren.
Die Gewinnerarbeiten sowie die Lebensläufe der Gewinner sind auf der Seite des idz unter http://www.demografie.org/ > Demografie-Preis > Demografie-Preis 2008/2009 abrufbar.

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5.) GENERATIONENGERECHTIGKEITS-PREISES 2009/2010: „MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN KOOPERATIVER PROBLEMLÖSUNGEN IN DER PARTEIENDEMOKRATIE“ AUSGESCHRIEBEN

Die mit 10.000 Euro dotierte fünfte Ausgabe des Preises, 2009/2010, beschäftigt sich mit: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der deutschen Parteiendemokratie“. Die Abgabefrist für Einreichungen wurde bis zum 01.09.2010 verlängert! Hier eine verkürzte Version des Themenaufrisses:

Die Entscheidungsfindung im politischen System Deutschlands ist komplex. Schon die Koalitionspartner in einer Mehrparteienregierung vertreten mit Blick auf die nächsten Wahlen parteipolitische Eigeninteressen. Bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen wird die Opposition zum Vetospieler im Bundesrat. Die Verflechtung von Bundes- und Landeskompetenzen ermöglicht eine parteipolitisch motivierte Blockade, auch über Medien, Verbände und Gewerkschaften können Parteien gegen geplante Entscheidungen mobilisieren. Vor allem finanzielle Einschnitte und langfristig angelegte Investitionen fallen der Parteienkonkurrenz zum Opfer: Kurzfristig scheint es nicht rational, die Verantwortung für unpopuläre Entscheidungen (mit-) zutragen, sondern erstrebenswert, die eigene Partei als Vertreter der Partikularinteressen der Wählerschaft zu profilieren. Diese Mechanismen verhindern bisweilen eine sachorientierte Zusammenarbeit. Das Ausbleiben von – kostspieligen – Reformen im Bildungssystem oder die Aufgabe von Klimaschutzzielen zugunsten einer Förderung rückständiger Industrien sind Beispiele, die illustrieren, dass häufig zukunftsorientierte Maßnahmen von einzelnen Parteien blockiert werden. Insbesondere zukünftige und nachrückende Generationen werden also durch fehlende sachorientierte Zusammenarbeit der Parteien benachteiligt. Wie kann eine solche Kooperation der Parteien gefördert und „Opposition um der Opposition willen“ eingedämmt werden?
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen können Sie jederzeit bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können anfordern.

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6.) NEUE AUSGABE DES JFGG: RECHTE VON KINDERN UND JUGENDLICHEN – SCHWERPUNKT WAHLRECHT ERSCHEINT AUF ENGLISCH

Eine neue, begutachtete Ausgabe des Journals für Generationengerechtigkeit erscheint am 15.12.09. Sie hat den Titel „Rechte von Kindern und Jugendlichen – Schwerpunkt Wahlrecht“ und ist dann auf Englisch auf der SRzG-Webseite abrufbar (www.intergenerationaljustice.org > IGJR). Zu den Autoren gehörten Prof. Dr. Dieter Birnbacher (Universität Düsseldorf), Prof. Dr. Steven Lecce (Universität von Manitoba, Kanada) und Prof. Dr. Robert H. Pantell / Laureen T. Shannon (Universität von California / Universität von Hawaii).
Die deutsche Übersetzung wird im Januar 2010 abgeschlossen sein.

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7.) AUFRUF ZUR EINREICHUNG VON ARTIKELN: „GENERATIONENGERECHTIGKEIT UND DIE GEIßEL KRIEG“

Für Ausgabe 1/2010 zum Thema "Die Geißel Krieg" werden noch Artikel gesucht. Zum Hintergrund: Die Charta der Vereinten Nationen, die am 26. Juni 1945 in San Francisco unterzeichnet wurde, beginnt mit den Worten: “Wir, die Völker der vereinten Nationen - fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat […]”. Der Fortbestand der Institution Krieg ist vielleicht die größte aller Gefahren für kommende Generationen. Den Call for Papers finden sie hier: http://www.generationengerechtigkeit.de / > JfGG > Call for Papers.

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8.) DIE SRZG BEIM KOPENHAGENER KLIMAGIPFEL VERTRETEN

Der SRzG wurde Beobachterstatus für die UN Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember gewährt. Die Stiftung wird die Gespräche mit einer Delegation verfolgen, um Eindrücke aus erster Hand für die Forschungsarbeit zu Fragen des Klimawandels zu sammeln. Weiterhin wird die Stiftung im Rahmen der Konferenz und bei Nebenveranstaltungen auf die Bedeutung von Fragen intergenerationeller Gerechtigkeit bei der Bekämpfung des Klimawandels aufmerksam machen. Außerdem wird die Delegation Gespräche mit anderen Nichtregierungsorganisationen aus allen Weltregionen führen, um zukünftige Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

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9.) AUFTRITTE DER SRZG UND ERWÄHNUNGEN IN DEN MEDIEN
Auftritte und Konferenzteilnahmen

17. – 18. 11. 2009
Teilnahme an der Konferenz „Countdown to Copenhagen – Deutschlands Verantwortung für Klimagerechtigkeit.“, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin; Patrick Wegner

05. 11. 2009
Vortrag zu Generationengerechtigkeit bei der Arbeitsgemeinschaft Politik; Volkshochschule Wiesbaden; Patrick Wegner.

26. – 27. 10. 2009
Teilnahme an der Podiumsdiskussion beim Symposium der Konrad Adenauer Stiftung: Leben im Alter; Schloss Eichholz, Wesseling; Patrick Wegner.

21. 10. 2009
Teilnahme an der Podiumsdiskussion „Neu werden können im Alter – unser Bild vom Alter“; Göttingen; Patrick Wegner.

Erwähnungen in den Medien
21.11.2009 – Wirtschaftswoche 48/2009 – Flucht und Vertreibung
06.10.2009 – Südwestpresse – Wackersteine im Rucksack
Interviews für Maintower und Panorama (beide hr)

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10.) ZU GUTER LETZT…

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Alle früheren Newsletter finden Sie im Internet:
http://www.generationengerechtigkeit.de > Presse > Newsletter
Gerne senden wir Ihnen auf Wunsch auch eine pdf-Version zu.
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Die neuesten Presseartikel über die SRzG finden Sie unter:
http://www.generationengerechtigkeit.de > Presse > Pressespiegel
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Frühere Ausgaben des vierteljährlichen Journals für Generationengerechtigkeit (25 Euro/Jahr) finden Sie im PDF - Format unter:
http://www.generationengerechtigkeit.de > JfGG > Hefte
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Die englischsprachige Ausgabe der Zeitschrift:
http://www.intergenerationaljustice.org > IGJR > Issues
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Die E-Newsletter-Redaktion

Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen
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Vorstand:
Adrian Schell (Vors.)
Wolfgang Gründinger
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Copyright © 2009 SRzG

  

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Newsletter zum Thema Generationengerechtigkeit - Oktober 2009
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INDEX:

1.) Die SRzG in den Medien

2.) Die Krise ist noch nicht vorbei, aber die größten Verlierer stehen schon fest

3.) U18 Bundestagswahl in Deutschland

4.) Generationengerechtigkeits-Preis 2009/2010: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der Parteiendemokratie“

5.) Neue Ausgabe des „Journal für Generationengerechtigkeit“: Klimawandel und Generationengerechtigkeit

6.) Aufruf für Artikel „Generationengerechtigkeit und die Geißel Krieg“

7.) Finalrunde des zweiten Demografie-Preises

8.) Neues Informationsangebot für Jugendliche zum Atomausstieg

9.) icd conference „A world without walls“

10.) Zu guter Letzt


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1.) DIE SRZG IN DEN MEDIEN

SRzG-Vorstand Wolfgang Gründinger war im Vorfeld der Bundestagswahl ein gefragter Mann in den Medien. Er trat u.a. bei „Maybrit Illner“, in der „Münchner Runde“ des Bayrischen Fernsehens und im „ZDF Morgenmagazin“ auf. Außerdem wurde er in der SPIEGEL-Titelstory „Wir Krisenkinder“ zitiert und schrieb auf ZEIT-online eine Einschätzung zum Wahlkampf aus der Sicht der jungen Generation.

Die Links für die genannten Dokumente finden Sie unterhalb dieser Meldung. (bitte html in den Browser kopieren)


Wahlkampfeinschätzung auf ZEIT-online:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/interview-gruendinger-generationen

Artikel aus der Morgenpost zum Auftritt bei Maybrit Illner:
http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1155144/Kann_Deutschland_sich_die_Rentengarantie_leisten.html

Auftritt beim ZDF-Morgenmagazin:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Grosser_Rentenstreit_-__in_der_Moma-Arena/1154/809134?inPopup=true

SPIEGEL-Titelstory:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,630758,00.html

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2.) DIE KRISE IST NOCH NICHT VORBEI, ABER DIE GRÖßTEN VERLIERER STEHEN SCHON FEST

Die Politik hat in der Krise, auch wahlkampfbedingt, schnell gehandelt. In vielen Fällen hat sie in den Markt oder das Sozialsystem eingegriffen, um bedrängten Wählern zur Hilfe zu eilen. So wurde Opel nach lauten Forderungen aus der Belegschaft mit einer Staatsbürgschaft versorgt und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz beeilte sich, den Rentnern zu versichern, dass sie auch dann keinen Cent Rente verlieren würden, wenn der Rest der Gesellschaft sich auf Lohnrückgänge einstellen muss. Nur eine Gruppe wurde hierbei offensichtlich vergessen: die junge Generation der Berufseinsteiger zwischen 18 und 25 Jahren. Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht eindrucksvoll hervor, dass junge Arbeitnehmer die größten Verlierer der Krise sind.
So ist die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe unter 25 Jahren zwischen Mai 2008 und Mai 2009 laut Daten der Bundesagentur für Arbeit drei Mal so schnell gestiegen wie die Zahl in älteren Altersgruppen. Anhand der nebenstehenden Grafik (aus der Ausgabe 36/2009 des SPIEGEL), lässt sich der überproportionale Anstieg der arbeitslosen Jugendlichen besonders eindrücklich nachverfolgen. Während des bisher schlimmsten Krisenmonats Juni betrug der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen mit 19,0 Prozent mehr als das doppelte des gesamten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen (7,9 Prozent).
Dieses Phänomen beschränkt sich nicht allein auf Deutschland. Schweden ist derzeit Spitzenreiter in der Jugendarbeitslosigkeit mit einer schwindelerregenden Arbeitslosenquote von 30 Prozent. Das schwedische Kündigungsrecht, das verlangt, dass Mitarbeiter, die am kürzesten in der Firma sind, als erstes gefeuert werden, ist für diese bemerkenswerte Schieflage verantwortlich.
Und auch in Spanien spricht man von den Generación Ni Ni (Generation Weder Noch), die weder Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt noch echte Chancen durch Weiterbildung hat. Denn die Entwicklung macht vielerorts auch vor dem akademischen Nachwuchs nicht mehr halt. Sie ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Arbeitsmarkt und das Arbeitsrecht junge Arbeitnehmer in den meisten Ländern Europas strukturell massiv benachteiligen. Dabei steht etwa die Situation der heutigen Berufseinsteiger mit akademischen Abschluss im krassen Kontrast zu ihren Qualifikationen: Keine Studierendengeneration vor ihr hat eine vergleichbare Zahl an Praktika
absolviert, so viel Auslandserfahrung angesammelt oder konnte mit ähnlichen Fremdsprachkenntnissen auftrumpfen. Bisher hat keine Partei die zermürbende Situation der jungen Krisenverlierer zum Wahlkampfthema gebracht.

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3.) U18 BUNDESTAGSWAHL IN DEUTSCHLAND

Am 18.09.2009, neun Tage vor der ‚echten’ Bundestagswahl, wurden in ganz Deutschland Kinder und Jugendliche bei der Jugendwahl U18 an die Wahlurne gebeten. Zwar dürfen bei Kommunalwahlen in einigen Bundesländern schon Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben, doch für eine Teilnahme an der Bundestagswahl ist ein Mindestalter von 18 Jahren vorgeschrieben. Anders bei U18: Seit einigen Jahren fordert diese Initiative Kinder und Jugendliche auf, zu einer eigenen „Bundestagswahl“ zu gehen. Inzwischen unterstützen die größten Kinder- und Jugendorganisationen Deutschlands die parteipolitisch unabhängige Initiative. Auch wenn das Ergebnis der U18-Wahl sicher nicht repräsentativ ist, gibt es doch das Meinungsbild und das Politikinteresse der jungen Generation wider. In den Wochen und Monaten vor der Wahl konnten Kinder und Jugendliche in vielen spannenden Projekten erfahren, wie Demokratie funktioniert und was politisches Engagement bedeutet. Das Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für demokratische Inhalte zu sensibilisieren  und ihnen die Möglichkeiten zu geben, ihre politische Meinung zu artikulieren. Aus diesem Grund eröffnete die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen ein Wahllokal in Oberursel und trug somit zum Gelingen des U18-Projekts bei. Über 127000 Kinder gaben deutschlandweit  ihre Stimme ab. Bundesweit konnte sich die SPD mit 20,45 Prozent der Stimmen als stärkste Partei durchsetzen. Bündnis 90/ Die Grünen und die CDU/CSU lagen fast gleichauf bei 20 bzw. 19,35 Prozent.  10,35 Prozent der U18-Wähler gaben ihre Zweistimme der Linken. Die Piratenpartei wurde mit 8,7 Prozent  der Stimmen zur fünft stärksten Kraft gewählt. Die FDP konnte 7,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. 13,54 Prozent entfielen auf andere Parteien. Mehr Infos: www.u18.org

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4.) GENERATIONENGERECHTIGKEITS-PREISES 2009/2010: „MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN KOOPERATIVER PROBLEMLÖSUNGEN IN DER PARTEIENDEMOKRATIE“

Die mit 10.000 Euro dotierte fünfte Ausgabe des Preises, 2009/2010, beschäftigt sich mit: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der deutschen Parteiendemokratie“Hier eine verkürzte Version des Themenaufrisses:Die Entscheidungsfindung im politischen System Deutschlands ist komplex. Schon die Koalitionspartner in einer Mehrparteienregierung vertreten mit Blick auf die nächsten Wahlen parteipolitische Eigeninteressen. Bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen wird die Opposition zum Vetospieler im Bundesrat. Die Verflechtung von Bundes- und Landeskompetenzen ermöglicht eine parteipolitisch motivierte Blockade, auch über Medien, Verbände und Gewerkschaften können Parteien gegen geplante Entscheidungen mobilisieren. Vor allem finanzielle Einschnitte und langfristig angelegte Investitionen fallen der Parteienkonkurrenz zum Opfer: Kurzfristig scheint es nicht rational, die Verantwortung für unpopuläre Entscheidungen (mit-) zutragen, sondern erstrebenswert, die eigene Partei als Vertreter der Partikularinteressen der Wählerschaft zu profilieren. Diese Mechanismen verhindern bisweilen eine sachorientierte Zusammenarbeit. Das Ausbleiben von – kostspieligen – Reformen im Bildungssystem oder die Aufgabe von Klimaschutzzielen zugunsten einer Förderung rückständiger Industrien sind Beispiele, die illustrieren, dass häufig zukunftsorientierte Maßnahmen von einzelnen Parteien blockiert werden. Insbesondere zukünftige und nachrückende Generationen werden also durch fehlende sachorientierte Zusammenarbeit der Parteien benachteiligt. Wie kann eine solche Kooperation der Parteien gefördert und „Opposition um der Opposition willen“ eingedämmt werden? Den kompletten Themenaufriss finden Sie unter www.generationengerechtigkeit.de / > Preise > Generationengerechtigkeitspreis 09/10

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5.) NEUE AUSGABE DES JFGG: KLIMAWANDEL UND GENERATIONENGERECHTIGKEIT

Eine neue, begutachtete Ausgabe des Journals für Generationengerechtigkeit ist erschienen. Sie hat den Titel „Klimawandel und Generationengerechtigkeit“ und ist auf englisch auf der SRzG-Webseite abrufbar (www.intergenerationaljustice.org > IGJR). Die deutsche Übersetzung wird in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein. 

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6.) AUFRUF FÜR ARTIKEL "GENERATIONENGERECHTIGKEIT UND DIE GEIßEL KRIEG"

Für Ausgabe 1/2010 zum Thema "Die Geißel Krieg" werden noch Artikel gesucht. Zum Hintergrund: Die Charta der Vereinten Nationen, die am 26. Juni 1945 in San Francisco unterzeichnet wurde, beginnt mit den Worten: “Wir, die Völker der vereinten Nationen - fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat […]”. Der Fortbestand der Institution Krieg ist vielleicht die größte aller Gefahren für kommende Generationen. Den Call for Papers finden sie hier: http://www.generationengerechtigkeit.de / > JfGG > Call for Papers.

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7.) DIE FINALRUNDE DES ZWEITEN DEMOGRAFIE-PREISES HAT BEGONNEN

Das Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz) vergibt zweijährlich den Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler in Höhe von 10.000 Euro. Der Einsendeschluss für alle Beiträge war der 1. September 2009. Zehn Einsendungen von insgesamt 17 europäischen Autoren sind eingereicht worden. Bemerkenswert ist, dass die Autoren aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen kommen: Ethnologie, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Kulturmanagement, Volkswirtschaftslehre, Psychologie, Sozialpädagogik, Philosophie, Journalistik, Geographie und Betriebswirtschaftslehre. Damit spiegelt die Vielfalt der Teilnehmer auch die interdisziplinäre Bedeutung des Themenfeldes wider. Dabei weisen die einzelnen Beiträge neben ihrer allgemeinen Qualität auch neue, innovative Denkansätze und fächerübergreifende Forschungsdesigns auf.
Alle Beiträge sind mittlerweile an die Jury weitergeleitet worden. Die Jury besteht aus:
- PD Dr. Christine Hannemann (Humboldt-Universität zu Berlin)
- Prof. Dr. Rolf Kreibich (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin)
- Dr.-Ing. Hans-Ulrich Oel (Kommunikation und Politikberatung)
- Gertrude Penn-Bressel (Umweltbundesamt)
- Prof. Dr. Udo Simonis (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
- Sylvia Schenk (Rechtsanwältin)

Voraussichtlich Ende Oktober werden alle Beiträge gelesen und bewertet sein. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und eingeladen, ihre Beiträge im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zu präsentieren.

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8.) NEUES INFORMATIONSANGEBOT FÜR JUGENDLICHE ZUM ATOMAUSSTIEG

Nach den Plänen für den Atomausstieg sollen bis zum Jahre 2021 alle deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Die Naturfreundejugend Deutschlands hat mit www.countdown2021.de ein neues Informationsangebot für Kinder und Jugendliche gestartet.

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9.) ICD CONFERENCE "A WORLD WITHOUT WALLS"

icd"A World without Walls" is being hosted on the 6 - 9 November 09 by the ICD and CivWorld/Demos on the 20th anniversary of the fall of the Berlin Wall and will bring together an international group of young leaders, political and diplomatic representatives, and individuals from the private sector and civil society for a four-day program of lectures, seminars, and panel discussions. During the program, participants will consider the development of international relations over the past two decades, explore the challenges and opportunities of interdependence, and look at the importance of cultural diplomacy in ensuring sustainable multilateral cooperation.

The speakers at the event will be leading international figures from politics and academia, who will contribute unique perspectives on these three issues under consideration. Speakers include David Trimble Former First Minister of Northern Ireland; Nobel Peace Prize Laureate in 1998, Mike Kenneth Moore Former Prime Minister of New Zealand; Former Director General of the World Trade Organization, President Dr. Alfredo Palacio Former Vice President of Ecuador, Former President of Ecuador.

Applications for the conference can be made under http://www.culturaldiplomacy.org/academy/index.php?en_www_application-form
For questions on the symposiums or the seminars offered there, please contact Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

The FRFG is cooperating with the Institute of Cultural Diplomacy and supports the conference.

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10.) ZU GUTER LETZT…

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Die neuesten Presseartikel über die SRzG finden Sie unter:
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Frühere Ausgaben des vierteljährlichen Journals für Generationengerechtigkeit (25 Euro/Jahr) finden Sie im PDF - Format unter:
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Newsletter zum Thema Generationengerechtigkeit - Juli 2009 ************************************************************
INHALTSVERZEICHNIS:
1.) Bundestag und Bundesrat verabschieden Schuldenbremse
2.) Bundestagsstudie zu Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt, SRzG Klimaspende
3.) Ausschreibung des 5. Generationengerechtigkeits-Preises 2009/2010: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der Parteiendemokratie“
4.) Aufruf für Artikel für das Journal für Generationengerechtigkeit- Generationengerechtigkeit und die Geißel Krieg 5.) Young Voices Projekt
6.) Buchveröffentlichung Wolfgang Gründiger: „Aufstand der Jugend“
7.) Neue Mitglieder des Editorial Boards
8.) Symposium des Institute of Cultural Diplomacy
9.) Sommer-Forum Generationendialog des Projektbüros “Dialog der Generationen”
10.) Zu guter Letzt

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1.) BUNDESTAG UND BUNDESRAT VERABSCHIEDEN SCHULDENBREMSE

Im Frühjahr 2009 beschlossen Bundestag und Bundesrat mit der nötigen Zweidrittelmehrheit, eine Schuldenbremse im Grundgesetz zu verankern. Der Finanzminister nannte dies „eine historische Entscheidung für Generationengerechtigkeit“. Für den Bund gilt ab 2016 eine Verschuldungsgrenze von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das entspricht derzeit rund neun Milliarden Euro (zum Vergleich: die Neuverschuldung im Jahr 2010 wird nach offiziellen Schätzungen rund 90 Mrd. Euro betragen). Ausnahmen sollen in Notlagen zwar auch nach der neuen Regelung möglich sein, jedoch nur in Verbindung mit verbindlichen Tilgungsplänen. Die Bundesländer dürfen laut Verfassung ab 2020 gar keine neuen Kredite mehr aufnehmen. Die bisherigen Klauseln zum Schutz kommender Generationen in Art. 115 und 109 hatten sich als wirkungslos erwiesen. Obwohl schon die Väter und Mütter des Grundgesetzes die Gefahr einer Lastenverschiebung auf künftige Generationen gesehen hatten, konnte die frühere Finanzverfassung nicht verhindern, dass in den letzten 40 Jahren die Regierungen, und zwar CDU- wie SPD-geführte gleichermaßen, einen Schuldenberg von 1,5 Billionen Euro anhäuften. Die neue Schuldenregelung zeigt auch ganz praktisch einen Weg zur Institutionalisierung der Interessen kommender Generationen auf. Diese Frage ('Wie kann man Rechte/Interessen/Bedürfnisse noch nicht geborener Menschen schützen') wurde in den letzten 30 Jahren in der philosophischen und juristischen Literatur breit debattiert. Die SRzG, die jahrelang für eine ähnliche Regelung gekämpft hatte, begrüßt die Einführung der Schuldenbremse ausdrücklich und wird am 23.8.2009 ein großes Stiftungsfest veranstalten, um diese Grundgesetzänderung zu feiern. Eine genaue Analyse der Unterschiede zwischen der von der SRzG geforderten Schuldenbremse und der nun verabschiedeten folgt in Kürze.

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2.) BUNDESTAGSSTUDIE ZU GENERATIONENGERECHTIGKEIT IN DER ARBEITSWELT, SRZG KLIMASPENDE

Die SRzG hat die Bundestagsstudie zu Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt abgeschlossen. Die Ergebnisse werden u.a. in dem neu erscheinenden Sammelband zur „Generation P“ erscheinen. Sie wurden bereits auf englisch auch auf unserer Homepage veröffentlicht. In der Studie hatten wir zugesagt, für jeden Abgeordneten, der an der Studie teilnimmt 2 Euros für atmosfair zu spenden. Die SRzG hat daher kürzlich 135,00 Euros an atmosfair überwiesen. Diese Spende wurde uns von atmosfair zertifiziert.

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3.) AUSSCHREIBUNG DES 5. GENERATIONENGERECHTIGKEITS-PREISES 2009/2010: „MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN KOOPERATIVER PROBLEMLÖSUNGEN IN DER PARTEIENDEMOKRATIE“

Die mit 10.000 Euros dotierte fünfte Ausgabe des Preises, 2009/2010, beschäftigt sich mit: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der deutschen Parteiendemokratie“

Hier eine verkürzte Version des Themenaufrisses:

Die Entscheidungsfindung im politischen System Deutschlands ist komplex. Schon die Koalitionspartner in einer Mehrparteienregierung vertreten mit Blick auf die nächsten Wahlen parteipolitische Eigeninteressen. Bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen wird die Opposition zum Vetospieler im Bundesrat. Die Verflechtung von Bundes- und Landeskompetenzen er-möglicht eine parteipolitisch motivierte Blockade, auch über Medien, Verbände und Gewerkschaften können Parteien gegen geplante Entscheidungen mobilisieren. Vor allem finanzielle Einschnitte und langfristig angelegte Investitionen fallen der Parteienkonkurrenz zum Opfer: Kurzfristig scheint es nicht rational, die Verantwortung für unpopuläre Entscheidungen (mit-) zutragen, sondern erstrebenswert, die eigene Partei als Vertreter der Partikularinteressen der Wählerschaft zu profilieren. Diese Mechanismen verhindern bisweilen eine sachorientierte Zusammenarbeit. Das Ausbleiben von – kostspieligen – Reformen im Bildungssystem oder die Aufgabe von Klimaschutzzielen zugunsten einer Förderung rückständiger Industrien sind Beispiele, die illustrieren, dass häufig zukunftsorientierte Maßnahmen von einzelnen Parteien blockiert werden. Insbesondere zukünftige und nachrückende Generationen werden also durch fehlende sachorientierte Zusammenarbeit der Parteien benachteiligt. Wie kann eine solche Kooperation der Parteien gefördert und „Opposition um der Opposition willen“ eingedämmt werden? Den kompletten Themenaufriss finden Sie unter www.generationengerechtigkeit.de / > Preise > Generationengerechtigkeitspreis 09/10

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4.) AUFRUF FÜR ARTIKEL FÜR DAS JOURNAL FÜR GENERATIONENGERECHTIGKEIT

Derzeit befinden sich mehrere Ausgaben des JfGG/IGJR in verschiedenen Phasen des Produktionsprozesses. Für folgende Ausgaben können noch Artikel eingereicht werden:
- Für Ausgabe 4/2009 zu "Kinder- und Jugendrechte"
- Für Ausgabe 1/2010 zum Thema "Die Geißel Krieg"
- Für eine weitere Ausgabe 2010 zum Thema „Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in der Parteiendemokratie“
Die kompletten Calls for Papers finden sie hier: http://www.generationengerechtigkeit.de / > JfGG > Call for Papers. Auf Heft 1/2010 möchten wir besonders hinweisen:

 
Generationengerechtigkeit und die Geißel Krieg

Die Charta der Vereinten Nationen, die am 26. Juni 1945 in San Francisco unterzeichnet wurde, beginnt mit den Worten: “Wir, die Völker der vereinten Nationen - fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat […]”. Die Charta wurde offensichtlich unter dem Eindruck der Folgen des zweiten Weltkrieges unterzeichnet, des historischen Ereignisses, welches den schärfsten Absturz menschlicher Wohlfahrt in der Geschichte zur Folge hatte. Seitdem haben sich die Prioritäten aufgrund einer Ära nie dagewesenen Friedens in der OECD Welt, aber auch auf dem Globus insgesamt, verschoben. Obwohl inzwischen nicht weniger als 192 Staaten die Charta der VN unterschrieben haben, die mit einer Entschlossenheitserklärung die Welt von der Geißel des Krieges zu befreien beginnt, verwüsten bewaffnete Konflikte immer noch große Teile der Welt, insbesondere in Afrika, im Nahen Osten und in Zentralasien. Laut den Ergebnissen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) in Hamburg, hat sich die Zahl der Konflikte seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sogar erhöht, wobei innerstaatliche Konflikte die Statistik zunehmend anführen.
Die negativen Auswirkungen von Kriegen für die Zukunft von Gesellschaften liegen auf der Hand. Abgesehen von den direkten Opfern des Krieges, und ihren potentiellen Nachfahren die nie geboren werden, reichen traumatisierte Soldaten und Opfer ihre psychologischen Folgeschäden in ihrer Rolle als Eltern an die kommenden Generationen weiter. Weiterhin haben neue Formen innerstaatlicher Konflikte eine wesentlich höhere Dauer im Vergleich zu klassischen zwischenstaatlichen Konflikten und schädigen die Gesellschaften, Ökonomien und staatlichen Strukturen der betroffenen Länder auf Jahrzehnte hinaus. Daher gehen heutige innerstaatliche Konflikte mit einer wesentlich höheren Beeinträchtigung der zukünftigen Generationen einher als klassische Staatenkriege mit klar bestimmten Kriegsparteien, die im Normalfall mit einem Waffenstillstand oder Friedensvertrag enden.
Offensichtlich ist das Problem, vor das die „Geißel des Krieges“ die Menschheit stellt, noch längst nicht gelöst. In diesem Zusammenhang ist es umso erstaunlicher, dass Studien zu Generationengerechtigkeit das Thema bislang vernachlässigt haben, zumal die VN Charta explizit die künftigen Generationen als Adressaten ihrer Entschlossenheit, die Kriege zu beenden, nennt.
Die Ausgabe 1/2010 des Journals für Generationengerechtigkeit wird diese Fragen thematisieren, mit dem Ziel, die Grundlagen für eine tiefgehende Diskussion der Friedenspolitik im Rahmen von Generationengerechtigkeit zu schaffen. Die Ausgabe soll das Verhältnis der Rechte heutiger und künftiger Generationen auf ein Leben in Frieden klären, die Rolle humanitärer Interventionen im Rahmen des Kapitels VII der VN Charta und von Interventionen im Allgemeinen unter Berücksichtigung von Konfliktmanagement, Peacebuilding, Peacekeeping, State und Nation Building ansprechen. In Anbetracht der besonderen Gefahren, welche durch die Existenz von Massenvernichtungswaffen für die Zukunft der Menschheit entstehen, sind auch die Abschaffung und Ächtung atomarer Waffen, sowie der Entwicklungsstopp und die Vernichtung chemischer und biologischer Waffen ein wichtiger Bestandteil dieses Themenkomplexes.

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5.) YOUNG VOICES PROJEKT

Während der letzten fünf Monate hat Hannah Taylor-Kensell (EVS Freiwillige bei der SRzG) mit einer Gruppe von 7 Schülern des Gymnasiums Oberursel zusammengearbeitet, um die Wahrnehmung von Klimawandel und Generationengerechtigkeit unter jungen Leuten zu fördern. Die Gruppe hat zusammen die Folgen des Klimawandels untersucht, und 100 Jugendliche zwischen 14-17 Jahren befragt, um sich ein Bild davon zu machen, was junge Leute wirklich über den Klimawandel und ihre Verantwortung für junge Generationen denken.  Die Ergebnisse der Studie werden in einem Artikel kommentiert, der mögliche Gründe für die Ergebnisse untersucht, und Vorschläge unterbreiter was auf individueller oder Organisationsebene getan werden kann, um junge Leute dazu zu motivieren, sich gegen den Klimawandel zu engagieren. Der Artikel wird als Beilage in der kommenden Ausgabe 3/2009 des „Journals für Generationengerechtigkeit“ mit dem Titel „Klimawandel und Generationengerechtigkeit“ erscheinen, und kann in Kürze auch auf der Webseite der SRzG eingesehen werden: http://www.generationengerechtigkeit.de

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6.) BUCHVERÖFFENTLICHUNG WOLFGANG GRÜNDIGER: „AUFSTAND DER JUGEND“

Unser Vorstandsmitglied Wolfgang Gründiger hat ein neues Buch mit dem Titel „Aufstand Der Jungen: Wie wir den Krieg der Generationen vermeiden können“ veröffentlicht.

Das neue Buch von SRzG-Vorstandsmitglied Wolfgang Gründinger liefert eine differenzierte Sichtweise auf umstrittene Fragen: Was ist dran am inflationär gebrauchten Schlagwort „Nachhaltigkeit“? Ist es richtig, wenn der Staat im Namen kommender Generationen bei seinen Ausgaben spart – oder haben nicht unsere Kinder auch ein Interesse an Staatsausgaben für Kindergärten, Bildung und Umweltschutz? Wie sicher ist unsere Rente? Warum bekommen die Deutschen so wenige Kinder, und wie wirkt sich der demografische Wandel auf die Lebenschancen der jungen Generation aus? Was bringt die „Nachhaltigkeitsstrategie“ der Bundesregierung? Und was können wir tun, um das Entstehen einer „Generation Praktikum“ zu verhindern? Seine These: Wir brauchen einen Aufstand der Jungen – nicht gegen die Alten, sondern gegen einen unfairen Zustand.


„Ein Buch, das im wahrsten Sinne des Wortes NACHHALTIG ist. Es sollte die Bettlektüre eines jeden Politikers im Bundestag sein. Und natürlich eines jeden Menschen, der sich Gedanken um die Zukunft unseres Landes macht.“
(Tobias Schlegl, TV-Moderator)

„Kaufen, kaufen, kaufen!“
(Hubertus Heil, SPD-Generalsekretär)

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7.) ÄNDERUNGEN DES EDITORIAL BOARDS

Neue Mitglieder:Dr. Ingolfur Blühdorn ist Privatdozent für Politikwissenschaften und Politische Soziologie and der University of Bath, UK. Seine Forschung verbindet soziale und politische Theorie, politische Soziologie und Umweltsoziologie. Er hat breit gefächert über soziale Bewegungen und ihre Organisationen, grüne Parteien und die Transformation des Politischen in einer Konsum orientierten Demokratie. Seine letzten Buchveröffentlichungen beinhalten Economic Efficiency – Democratic Empowerment. Contested Modernization in Britain and Germany (mit Uwe Jun, Rowman&Littlefield, 2007), The Politics of Unsustainability: Eco-Politics in the Post-Ecologist Era (mit Ian Welsh, Routledge, 2008) und In Search of Legitimacy: Policy Making in Europe and the Challenge of Societal Complexity (Budrich, 2009).
Ph.D. Huey-li Li ist Professorin für Bildungstheorie an der University of Akron, Ohio. Sie wurde in Taiwan geboren und hat an der Nationalen Universität von Taiwan die chinesische Klassik studiert. Sie arbeitete daraufhin als Lehrerin an einem Gymnasium in Kaohsiung, Taiwan, bevor sie in den USA ihren Doktortitel in Philosophie erwarb.
Ihre gegenwärtigen Forschungsfelder sind die ethischen Grundlagen der Umweltbildung, Ökofeminismus, die Lehrethik, Postkolonialismus in der Erziehung und globale Staatsbürgerkunde.
Prof. Dr. Eckhard Jesse studierte Politikwissenschaften und Geschichte. Von 1978-1983 war er Assistenz-Professor in Trier und schrieb dort 1982 seine Dissertation zum Thema Wahlrecht in Deutschland. Bis 1989 lehrte er dann an der Universität trier, wo er auch habilitierte. 1993 wurde er dann Professor für politische Systeme und Institutionen an der TU Chemnitz und seit 2007 ist er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaften.
Prof. Dr. Dr. Udo E. Simonis wurde in Hilgbert nahe Koblenz geboren. Er studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an den Universitäten Mainz, Wien und Freiburg von 1959-1963, bis 1964 war Simonis dann wissenschaftlicher Redakteur an der Forschungsstelle für Weltzivilisation in Freiburg. In den Jahren 1964-1967 war er dann als wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Wirtschaftspolitik in der Universität Kiel tätig. 1967 promovierte er dann in Volkswirtschaftslehre und war im Anschluss daran persönlicher Berater des Präsidenten von Sambia. Nach zwei Jahren in Tokio wurde er 1973 als Professor für Wirtschaftswissenschaften an die TU Berlin berufen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Ökologischer Strukturwandel von Wirtschaft und Gesellschaft und Internationale Umweltpolitik (Weltumweltpolitik).
Prof. Janna Thompson ist Privatdozentin am Philosophischen Institut der La Trobe University in Melbourne. Sie veröffentlichte Justice and World Order, Taking Responsibility for the Past, und Intergenerational Justice und schrieb außerdem einige Artikel über ethische Grundlagen von Wirtschaft und Sozialphilosophie.

Prof. Nandita Biswas Mellamphy und Prof. Dr. Julian Nida-Rumelin müssen leider wegen anderweitiger Verpflichtungen das Editorial Board verlassen. Wir möchten uns herzlich bei ihnen für die Arbeit die sie in der Zeit bei uns geleistet haben bedanken.

Anna Lührmann verlässt das Kuratorium, um mit ihrem Mann in den Sudan zu gehen, der dorthin als Botschafter berufen wurde. Wir bedanken uns für ihre Unterstützung und ihren Rat und wünschen ihr alles Gute.

Wir trauern um Lord Ralf Dahrendorf, ein angesehenes Mitglied unseres Wissenschaftlichen Beirats, der überaschend vor zwei Wochen verstarb.

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8.) SYMPOSIUM DES INSTITUTE OF CULTURAL DIPLOMACY

Das Institute of Cultural Diplomacy veranstaltet vom 27.-31. Juli in Berlin ein internationales Symposium für Cultural Diplomacy mit dem Thema „The Role of Soft Power in the International Environment". Ab sofort kann sich unter folgendem Link angemeldet werden: www.culturaldiplomacy.org/academy/index.php?en_calendar_symposium-2009
Das Symposium will Menschen aus aller Welt für ein interdisziplinäres Programm zusammenbringen, bei dem die Bedeutung von Soft Power für die heutigen, globalen Herausforderungen im Mittelpunkt stehen soll.
Die Liste der Redner beinhaltet vier ehemalige Staatsoberhäupter, zwei ehemalige Außenminister, Prof. Joseph Nye aus Harvard, sowie viele weitere Experten aus den Themengebieten Internatonale Beziehungen und Kulturwissenschaften. Eine komplette Liste kann hier eingesehen werden: www.culturaldiplomacy.org/academy/index.php?en_calendar_symposium-2009
Für Fragen bezüglich des Symposiums oder der dort angebotenen Seminare wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Die SRzG arbeitet mit dem Institute of Cultural Diplomacy zusammen und unterstützt das Symposium.

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9.) SOMMER-FORUM GENERATIONENDIALOG DES PROJEKTBÜROS „DIALOG DER GENERATIONEN“

Das Projektbüro „Dialog der Generationen“ der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH wird vom 20. bis 22. August 2009  das Sommer-Forum Generationendialog an der Akademie Remscheid in Nordrheinwestfalen organisieren. Akteure aus Politik, Vereinen, Stiftungen und Projekten kommen zusammen, um sich über Arbeitsansätze generationenverbindender Projekte auszutauschen. In Rahmen von Workshops und Foren, können sich Teilnehmer aktiv einbringen.Schirmherr ist Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfahlen. Die SRzG wird durch ihren Wissenschaftlichen Mitarbeiter, Patrick Wegner, vertreten.Teilnahmeinteressenten finden weitere Informationen unter:
www.generationendialog.de/veranstaltungen.php?offset=10

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10.) ZU GUTER LETZT . . .

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Frühere Ausgaben des vierteljährlichen Journals für Generationengerechtigkeit (25 Euro/Jahr) finden Sie im PDF - Format unter:
http://www.generationengerechtigkeit.de > JfGG > Hefte
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Die englischsprachige Ausgabe der Zeitschrift:
http://www.intergenerationaljustice.org > IGJR > Issues
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Newsletter zum Thema Generationengerechtigkeit - März 2009
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INHALTSVERZEICHNIS:

1.) Bundestagsstudie zu Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt

2.) Ankündigung des 5. Generationengerechtigkeits-Preises 2009/2010: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der Parteiendemokratie“

3.) Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler 2008/2009

4.) Aufruf für Artikel für das Journal für Generationengerechtigkeit

5.) Zu guter Letzt

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1.) BUNDESTAGSSTUDIE ZUR GENERATIONENGERECHTIGKEIT IN DER ARBEITSWELT

Generationengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt gehörte zu den Themenschwerpunkten der SRzG im Jahre 2008. Der 4. Generationengerechtigkeits-Preis (sehen Sie dazu www.generationengerechtigkeit.de > GenerationengerechtigkeitsPreis 07/08)  wurde zu dem Thema „Generation P – Ungleichbehandlung von Jung und Alt in der Arbeitswelt“ vergeben. Auch im neuen Jahr setzt die SRzG ihre Arbeit auf diesem wichtigen Gebiet fort. In diesem Rahmen wird eine Studie mit den 612 Abgeordneten des 16. Bundestages zum Thema „Generationengerechtigkeit in der Arbeitswelt“ durchgeführt. Ein Fragebogen erhebt das Problembewusstsein der Abgeordneten und untersucht, welche gesetzlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von den Abgeordneten unterstützt werden. Die Studie wird in einem Sammelband der SRzG zum Thema „Junge Generation unter Druck?“ veröffentlicht. Den Fragebogen, der bei der Studie verwendet wird, finden Sie hier (www.generationengerechtigkeit.de > Forschung > Arbeitswelt > Bundestagstudie > Fragebogen)

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2.) ANKÜNDIGUNG DES 5. GENERATIONENGERECHTIGKEITS-PREISES 2009/2010

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen vergibt zweijährlich einen Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. Die SRzG fördert damit interdisziplinär wissenschaftliche Arbeiten zu ausgewählten Fragestellungen innerhalb des Themas Generationengerechtigkeit. Die Kernfrage beim 5. Generationengerechtigkeits-Preis lautet, wie eine sachorientierte Kooperation der Parteien gefördert, und eine „Opposition um der Opposition willen“ eingedämmt werden kann.

Für die Jury konnten bisher gewonnen werden: Prof. Dr. Frank Decker (Universität Bonn), Prof. Dr. Eckhard Jesse (TU Chemnitz), Prof. Dr. Uwe Jun (Universität Trier), PD Dr. Ingrid Reichart-Dreyer (FU Berlin) und Prof. Dr. Josef Schmid (Universität Tübingen). Im Rahmen des Jurytreffens am 14. März 2009 wurde das Oberthema leicht verändert und lautet nun: „Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Problemlösungen in der Parteiendemokratie“.

Der endgültige Themenaufriss wird nach einer zweiten Jurorenbesprechung im Laufe des Monats April 2009 veröffentlicht. Eine Anforderung der Ausschreibungsunterlagen ist nach der Veröffentlichung des Themenaufrisses möglich. Wir danken an dieser Stelle den Juroren (www.generationengerechtigkeit.de > Preise > Generationengerechtigkeitspreis 09/10 > Jury) für ihre hilfreichen Anmerkungen und Vorschläge.

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3.) DEMOGRAFIE-PREIS FÜR NACHWUCHSWISSENSCHAFTLER 2008/2009

Der Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler, der mit 10.000 Euro dotiert ist, leistet einen großen Beitrag, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für demografierelevante Themen zu schaffen. Alle zwei Jahre wird die Öffentlichkeit durch die Ankündigung des Preises und der Preisträger sowie durch die Veröffentlichung der Ergebnisse für diesen Themen­bereich sensibilisiert. Der zweite Demografiepreis 2008/2009 hat das Thema „Welche Chancen bietet die demografische Schrumpfung für die Gesellschaft, gerade für junge Leute?“. In der Jury für den 2. Demografie-Preis sitzen Prof. Dr. Rolf Kreibich (IZT Berlin), Prof. Dr. Udo Simonis (WZB), Dr. Christine Hannemann (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Heinrich Mäding (ARL, Hannover), Sylvia Schenk (Stadträtin a.D., Vorsitzende von Transparency International Deutschland) und Dr. Hans-Ulrich Oel (Kommunikation & Personalberatung). Die Einsendefrist läuft vom 1. Juli 2008 bis zum 15. April 2009. Die Unterlagen können weiterhin per e-Mail angefordert werden. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Symposiums statt, in dem renommierte Wissenschaftler das Thema mit den Preisträgern diskutieren. http://www.demografie.org

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4.) AUFRUF FÜR ARTIKEL FÜR DAS JOURNAL FÜR GENERATIONENGERECHTIGKEIT

Derzeit befinden sich mehrere Ausgaben des JfGG/IGJR in verschiedenen Phasen des Produktionsprozesses. Für folgende Ausgaben können noch Artikel eingereicht werden:

- Für Ausgabe 3/2009 zum Thema
"Klimawandel und Generationengerechtigkeit"

- Für Ausgabe 4/2009 zu "Kinder- und Jugendrechte"

Die aktuellen Call for Papers finden sie hier: http://www.generationengerechtigkeit.de > JfGG > Call for Papers

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5.) ZU GUTER LETZT . . .

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Frühere Ausgaben des vierteljährlichen Journals für Generationengerechtigkeit (25 Euro/Jahr) finden Sie im PDF - Format unter:
http://www.generationengerechtigkeit.de > JfGG > Hefte
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Die englischsprachige Ausgabe der Zeitschrift:
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Newsletter zum Thema Generationengerechtigkeit - Januar 2009
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INHALTSVERZEICHNIS:
1.) Erster Schritt zu mehr Generationengerechtigkeit in der Verfassung – Verankerung einer "Schuldenbremse" im deutschen Grundgesetz?

2.) Erste referierte Ausgabe des Journals für Generationengerechtigkeit (Nr. 1/2009) erscheint zu dem Thema "Historische Ungerechtigkeit"

3.) Generationengerechtigkeits-Preis 2009/2010: Möglichkeiten und Grenzen von Parteienkooperation in der Demokratie

4.) Buchprojekt: Eine junge Generation unter Druck?

5.) Aktuelle Calls for Paper für zukünftige Ausgaben des JfGG und IGJR

6.) Neuer Wissenschaftlicher Mitarbeiter und neue Freiwillige im SRzG-Büro

7.) Zu guter Letzt

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1.) ERSTER SCHRITT ZU MEHR GENERATIONENGERECHTIGKEIT IN DER VERFASSUNG – VERANKERUNG EINER "SCHULDENBREMSE" IM DEUTSCHEN GRUNDGESETZ?

In diesem Jahr wird die Neuverschuldung im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 300 Prozent wachsen. Diese Verschuldungsorgie wegen immer neuer Konjukturpakete wird kommende Generationen stark belasten. Es gibt jedoch einen kleinen Lichtblick: Die große Koalition hat Anfang Januar angekündigt, eine so genannte Schuldenbremse in die Verfassung aufnehmen zu wollen. Für das zweite Konjunkturpaket sollen zwar Schulden von bis zu 50 Milliarden Euro aufgenommen werden, das Paket soll aber auch eine Tilgungsregelung für diese Schulden enthalten und nur zusammen mit der geplanten Schuldenregelung im Grundgesetz verabschiedet werden.

Diese spannende neue Entwicklung sollte mit der Initiative "Generationengerechtigkeit ins Grundgesetz" verknüpft werden. Die SRzG hat daher alle Abgeordneten, die sich in dieser Initiative engagiert haben, im Januar 2009 aufgefordert, sich jetzt intern auf allen Kanälen für eine möglichst wirksame Schuldenbremse einzusetzen. Wir hoffen, dass die 104 Abgeordneten, die den Gesetzentwurf "Generationengerechtigkeit ins Grundgesetz" damals eingebracht haben, dem Konjunkturpaket nur zustimmen, wenn darin eine echte Schuldenbremse enthalten ist.

Weitere Infos: www.generationengerechtigkeit.de > Forschung > Institutionalisierung von Generationengerechtigkeit > 100 Abgeordnete

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2.) Erste referierte Ausgabe des Journals für Generationengerechtigkeit (Nr. 1/2009) erscheint zu dem Thema "Historische Ungerechtigkeit"

 

Mit Beginn des Jahres wurde die bisher von der SRzG unter dem Namen "Generationengerechtigkeit" herausgegebene Zeitschrift stark verändert. Sie erscheint jetzt vier Mal jährlich auf deutsch und englisch. Der neue Name lautet "Journal für Generationengerechtigkeit" bzw. "Intergenerational Justice Review". Am wichtigsten ist jedoch: Alle Artikel durchlaufen ein peer-review-Verfahren, d.h. sie werden von Experten begutachtet, die dann über Veröffentlichung entscheiden. Dazu wurde ein redaktioneller Beirat aufgebaut; er umfasst über 50 internationale Experten aus mehr als 10 Ländern, die 9 Disziplinen repräsentieren. Der von der SRzG zu leistende Arbeitsaufwand für die Zeitschrift hat sich mehr als verdoppelt.

Die erste Ausgabe im neuen Jahr erscheint Ende März zu dem Thema "Historische Ungerechtigkeit". Die englische Fassung ist bereits fertig, die inhaltsgleiche deutsche Fassung wird in etwa 8 Wochen abgeschlossen sein und dann allen Fördermitgliedern per Post zugesandt. Die Zeitschrift beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen im Zusammenhang mit der Bewältigung von historischem Unrecht, dem angemessenen Gedenken an Opfern und der Frage nach einer Entschädigung ihrer Nachfahren. Die Autoren sowie die Artikel der aktuellen Ausgabe (bisher nur auf englisch) finden sie hier: www.intergenerationaljustice.org > IGJR

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3.) Generationengerechtigkeits-Preis 2009/2010: Möglichkeiten und Grenzen von Parteienkooperation in der Demokratie 

 

Die SRzG vergibt zweijährlich einen Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 €. Die SRzG fördert damit interdisziplinär wissenschaftliche Arbeiten zu ausgewählten Fragestellungen innerhalb des Themas Generationengerechtigkeit.
Die Kernfrage beim 5. Generationengerechtigkeitspreis lautet, wie eine sachorientierte Kooperation der Parteien gefördert, und eine
"Opposition um der Opposition willen" eingedämmt werden kann. Gerade im besonders komplexen deutschen System der Entscheidungsfindung, mit seinen föderalen Elementen und seinem Verhältniswahlrecht, kommt es oft zu Einigungen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner und zu ‚faulen Kompromissen’, wie etwa jüngst bei der Aufgabe von Klimaschutzzielen. Weitere Informationen sowie einen vorläufigen Themenaufriss finden sie hier:

www.generationengerechtigkeit.de > Preise

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4.) BUCHPROJEKT: EINE JUNGE GENERATION UNTER DRUCK? DIE FIANANZIELLE SITUATION UND DIE „RUSH-HOUR“ DER JAHRGÄNGE 1970-1985 IM GENERATIONENVERGLEICH

 

Für den demnächst erscheinenden Sammelband können noch bis 1. März Beiträge (Länge: ca. 40.000 Zeichen) eingereicht werden. Der Sammelband richtet sich an Wissenschaftler, Politiker und die interessierte Öffentlichkeit. Veröffentlicht werden wird das Buch im Springer Verlag, einem der größten europäischen Verleger im Bereich Wissenschaft (www.springer.com). Die Endredaktion und die Formatierung des Manuskripts erfolgt durch den Verlag, der das Buch zudem umfassend bewerben wird. Manuskripte können das peer-review auf deutsch durchlaufen. Im Falle einer Annahme müssen sie jedoch von den Autoren auf englisch eingereicht werden, die Rechtschreibeprüfung erfolgt dann durch einen Muttersprachler.

Siehe: www.generationengerechtigkeit.de > Publikationen > Bücher > Eine junge Generation unter Druck?

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5.) CALL FOR PAPER FÜR JFGG 3/2009: KLIMAWANDEL UND GENERATIONENGERECHTIGKEIT

 


Derzeit befinden sich mehrere Ausgaben des JfGG/IGJR in verschiedenen Phasen des Produktionsprozesses. Für Ausgabe 3/2009 zu "Klimawandel und Generationengerechtigkeit" werden derzeit noch Fachartikel gesucht (Einsendefrist 1.4.2009), den aktuellen Call for Papers finden sie hier: www.generationengerechtigkeit.de > JfGG > Call for Papers

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6.) NEUER WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER UND NEUE FREIWILLIGE IM SRZG-BÜRO
Seit Dezember 2008 hat die Stiftung für die Rechte der zukünftigen Generationen einen neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter zur Unterstützung des Vorstands. Außerdem leisten zwei junge Freiwillige aus Frankreich und Großbritannien ihren einjährigen europäischen Freiwilligendienst im Büro der SRzG ab, und verstärken das Team durch ihre engagierte Mitarbeit.
Patrick Wegner ist 24 Jahre alt und seit Dezember 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG). Er hat an der Justus-Liebig Universität in Gießen und an der University of Leicester in England Politikwissenschaften, Soziologie und öffentliches Recht studiert.
Dan Sylvain ist europäischer Freiwilliger, 24 Jahre alt und hat Spanisch und Englisch studiert. Nach einer "licence LEA" (vergleichbar mit einem Bachelor), die er in seiner Heimat Frankreich gemacht hat, möchte er Deutsch lernen und sich das Thema Generationengerechtigkeit erschließen.
Hannah Taylor-Kensell ist 21 Jahre alt und hat kürzlich ihren Bachelor in Psychologie an der Swansea Universität in Wales abgeschlossen. Während ihrer Zeit als Freiwillige bei der SRzG möchte sie ein Projekt starten, dass junge Menschen dazu bewegen soll intergenerationale Gerechtigkeit zu schätzen und voranzubringen.
Die vollständigen Kurzbiographien finden sie wie immer in der Personalsektion unserer Webseite: www.generationengerechtigkeit.de > Institut > Personen > Mitarbeiter

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7.) ZU GUTER LETZT . . .

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