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Demografie-Preis 2012/2013

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SrzG) vergibt in Zusammenarbeit mit der Intergenerational Foundation (IF) den mit 10.000€ dotierten Demografie-Preis an Nachwuchswissenschaftler, die sich in Form einer wissenschaftlichen Arbeit mit politischen und demografischen Themen im Bereich der Generationengerechtigkeit beschäftigen. Der Preis wurde von der Apfelbaum Stiftung ins Leben gerufen und wird bis heute von ihr finanziert. Das Ziel der SRzG und der IF ist es, mit diesem Preis die Diskussion über Generationengerechtigkeit in der Gesellschaft anzuregen und auf wissenschaftlicher Basis neue Perspektiven für politische Entscheidungsträger/innen zu liefern. Die Ausschreibung richtet sich an junge Wissenschaftler/innen verschiedener Fachbereiche und sollte einem Umfang zwischen 20-40 Seiten entsprechen.

Die Jury hat aus den eingegangenen Arbeiten insgesamt vier Gewinnerarbeiten prämiert:

Der erste Platz ging an Juliana Bidadanure für ihre Arbeit "Better Procedures For Fairer Outcomes: Are Youth Quotas Required by Intergenerational Justice?".

Der zweite Platz ging an Fatema Jahan für Ihre Arbeit "Youth Quotas and Youth-i-zation Or Youth Leadership and Youth Movement? - A response to age demographics".

Zwei dritte Plätze vergab die Jury für die Arbeiten "Sind Jugendquoten eine Form der Altersdiskriminierung?" von Tobias Hainz und "Der Generationenkonflikt in Europa. Die Jugendquote: von den Europäern gewollt?" von Elias Naumann, Moritz Heß und Leander Steinkopf.

Die Siegerarbeiten wurden am 25/26. Oktober 2013 im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zum Thema Jugendquoten in Stuttgart prämiert. Weitere Informationen zum Symposium sowie den aktuellen Flyer mit Tagungsprogramm finden Sie hier.

Der 4. Demografie-Preis wurde ausgeschrieben zum Thema:
 
Jugendquoten – eine Antwort auf die Alterung der Gesellschaft?


Im Folgenden sollen einige Anregungen für Einreichungen geboten werden:

Der demografische Wandel hat in vielen Industrie- und Entwicklungsländern eine alternde Gesellschaft zur Folge. Laut Statistikern wird in Großbritannien beispielsweise der Bevölkerungsanteil der über 84-Jährigen im Jahr 2050 mehr als doppelt so hoch sein wie heute.  Die erwartete Anzahl der Menschen zwischen 16 und 64 Jahren soll im gleichen Zeitraum von 65 auf 59 Prozent sinken. Ähnliche Tendenzen sind in ganz Europa zu beobachten.

Eine alternde Bevölkerung hat evidente Veränderungen auf Wahlen und die politische Repräsentation zwischen den Generationen zur Folge. Wird es für die jüngere Altersgruppen zunehmend schwerer werden, ihren politischen Willen durch ihre (weniger werdenden) Wählerstimmen auszuüben? Wird unsere Demokratie zu einer „Herrschaft der Alten“?

Die Einführung von Jugendquoten könnte in diesem Sinne eine Maßnahme sein, um dem Trend entgegenzuwirken und sicherzustellen, dass die junge Generation gesellschaftlich nicht ausgegrenzt wird.  

Es ist wichtig zu betonen, dass ein Unterschied zwischen „Jugendquoten“ und der „Vertretung der Jugend in der Entscheidungsfindung“ besteht, auch wenn Einsendungen zu beiden Themen möglich sind. Durch Jugendquoten wird ein bestimmter Prozentsatz bestimmt, in dem junge Leute in einem Ausschuss oder Vorstand vertreten sein müssen, während eine Vertretung der Jugend hingegen einen dauerhaften Sitz für Jüngere in solchen Gremien festlegt. Darüber hinaus betrifft letztere im Besonderen Institutionen und Organisationen, in denen die gesamte Gesellschaft vertreten ist.
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Weder auf Wikipedia noch bei Google lässt sich viel zum Thema Jugendquoten finden. Sich mit diesem neuen Thema zu beschäftigen, könnte dementsprechend sehr innovativ sein. Oder drückt diese Nichtbehandlung in der Öffentlichkeit einfach nur die Irrelevanz des Themas aus?

Im Kontext dieser Debatte werden Fragen an mehrere wissenschaftliche Disziplinen aufgeworfen. So könnte aus politikwissenschaftlicher Sicht untersucht werden, ob demokratische Prinzipien durch eine Quotenregelung in Parlamenten verletzt würden. Eine andere Frage ist, ob Jugendquoten den Einfluss junger Leute auf Entscheidungsfindungs- und Gesetzgebungsprozesse tatsächlich spürbar erhöhen würden.

Aus juristischer Sicht könnte interessant zu betrachten sein, ob Jugendquoten mit nationalem und europäischem Recht zu vereinbaren sind. Gibt es Beispiele für die Implementierung von Quotenregelungen, beispielsweise für Frauen oder ethnische Minderheiten, an denen potentielle rechtliche Herausforderungen bereits untersucht wurden?

Auch philosophische Fragen stellen sich: Muss ein Parlament die demografische Struktur einer Gesellschaft reflektieren, um gerecht zu sein? Welche Lehren sind aus der Debatte um umstrittene Thema der „Positiven Diskriminierung“ („affirmative action“) im Hinblick auf Gerechtigkeit zu ziehen?

Soziologen können die statistischen Fragen rund um das Thema in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten stellen.

Die Förderung von Jugendquoten und der Vertretung der jüngeren Generation in der Entscheidungsfindung könnte eine bedeutende gesellschaftliche Veränderung mit sich bringen. Als Organisationen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Gerechtigkeit und Fairness zwischen den Generationen zu fördern, möchten die SRzG und die IF eine konstruktive Debatte anstoßen, um junge Menschen in Politik und Gesellschaft zu stärken.

Der Einsendeschluss für eingereichte Arbeiten war der 01. Juli 2013.